anhaltende Trockenheit

Liebe Gartenbesitzer,

die langanhaltende Trockenheit stellt die Natur und auch die Gartenpflanzen vor große Herausforderungen.

Es kommt seit vielen Wochen kein Regenwasser und die Böden sind bis in große Tiefen ausgetrocknet.

Immer häufiger sehe ich braune Thujenhecken, die vertrocknet sind. Im Gegensatz zu Laubgehölzen, die bei Trockenheit relativ schnell welkende Blätter zeigen, liegt die Ursache von jetzt sichtbaren Schäden an Koniferen und Immergrünen teils Monate zurück, weil sich die Reaktion auf Wassermangel hier nur sehr zeitversetzt zeigt. Ein guter Richtwert für die Wassergaben bei Thujen ist 1-2 Liter pro Meter Pflanzenhöhe und Tag über den Sommer und auch noch im Herbst. Am Naturstandort fallen 2000 Liter Wasser pro Jahr!

Auch alte Pflanzen, die man gießmäßig nicht mehr auf dem Schirm hat und hatte, zeigen Ausfallerscheinungen. Bei Gehölzen kumulieren sich die Trockenschäden und zeigen sich in trockenen Ästen, absterbenden Kronenteilen, bei Immergrünen im Verbräunen und davor fahl werdender Farbe. Auch ein von oben her Absterben legt einen Trockenschaden nahe.

Dieses Jahr setzt der Laubfall früher ein, besonders bei stark gestressten Pflanzen. Trockenschäden zeigen sich auch an Laubverbräunungen und Verfärbungen vom Rand her. Bäume die noch dazu Streusalzgaben ausgesetzt waren und sein werden, haben noch größere Probleme mit ihrem Wasserhaushalt.

Unsere Pflanzen brauchen Wasser zum Überleben.

Es ist enorm wichtig, dass alle Immer – und Wintergrünen jetzt im Herbst mehrmals ausreichend durchdringend gewässert werden. Das Wasser muss bis in frostfreie Tiefen eindringen um dort für eine Frostperiode noch zur Verfügung zu stehen. So profitieren alle Gehölze die mit ihren Wurzeln schon bis in diese Tiefe vorgedrungen sind, von diesem Vorrat.

Selbstverständlich sind frisch gepflanzte Gehölze besonders von Wassergaben abhängig.

Wir wissen nicht was für ein Winter kommt. Kommt zuerst Bodenfrost der bleibt und dann Schnee, fließt das getaute Wasser aus dem Schnee auf geneigten Flächen oberflächlich ab und kann nicht in den Boden eindringen. Der Schnee isoliert quasi noch den Bodenfrost.

Anders ist es bei Schneefall auf offenen Boden. Hier kann das Wasser später, wenn es taut, in den Boden eindringen. Will sagen, dass auch winterliche Schneemengen nicht zwingend unseren Böden Vorort und damit auch unseren Pflanzen zur Verfügung stehen.

Insofern braucht es eine gute Vorsorge im Herbst.

Da fällt mir noch ein passender Zahnarztwitz ein, den ich Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten will:

Patient beim Zahnarzt: „Muß ich alle Zähne putzen?“
Zahnarzt: „Nein. Nur die, die Sie behalten wollen.“
😊

Danke fürs Dranbleiben und lesen bis zum Schluß.

Ich wünsche uns allen endlich genug Regen in gleichmäßiger Verteilung und Ihnen alles Gute!

Brigitte Fischer